Massenschlachtung von Tieren: Schmerzfrei nicht garantiert

„45 Sekunden für die Tötung eines Rinds, beim Geflügel 10.000 Tiere pro Stunde – Die Fehlbetäubungsraten sind hoch | Die Deutschen sind im wahrsten Sinne Fleischfresser, also Carnivoren. 2012 wurden in den über 5.000 Schlachtbetrieben 3.678.831 Rinder, 59.291.063 Schweine und die unglaubliche Zahl von 705.049.980 Geflügel getötet. Ob die Massenschlachtungen „human“ geschehen, darf bezweifelt werden. Eigentlich sollten nach der Tierschutz-Schlachtverordnung (TierSchlV) Tiere so betäubt werden, „dass sie schnell unter Vermeidung von Schmerzen oder Leiden in einen bis zum Tod anhaltenden Zustand der Empfindungs- und Wahrnehmungslosigkeit versetzt werden“. | Aber kümmern will sich die Bundesregierung nicht wirklich um die tierschutzgerechte Tötung. | „Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge zeigten durchschnittlich 0,1 bis 1 Prozent der Tiere, abhängig von Betäubungsverfahren und Personal, auf der Nachentblutestrecke unmittelbar vor der Brühung noch Reaktionen, welche auf Empfindungs- und Wahrnehmungsvermögen hindeuten. … Wie Untersuchungen ergaben, lag die Häufigkeit von Fehlentblutungen (Wiedererwachen der Tiere auf der Nachentblutestrecke) personenabhängig zwischen 0,4 und 2,5 Prozent.“ Bei Rindern wird die „Fehlbetäubungsrate mit 4 bis über 9 Prozent“ angegeben. Bei Geflügel wird lieber schon mal keine Zahl genannt. Es geht also um viele tausend oder zehntausend Tiere, die nicht schmerzfrei „verwertet“ werden.“

31.10.2013 | von Florian Rötzer

alles lesen => http://www.heise.de/tp/artikel/40/40213/1.html