TV-Tipp: scobel – Gier auf Tier, Gespräch, 60 Minuten | 2017.10.12, 21:00, Donnerstag, 3sat

Der Verzicht auf Fleisch liegt im Trend.

Dennoch essen 85 Prozent der Deutschen fast täglich Fleisch, und es wird so viel geschlachtet wie nie zuvor. Massentierhaltung ist quälend für Tiere, aber auch schädlich für das Klima.

Kann der Fleischhunger der Welt in Zukunft gestillt werden? Braucht der Mensch Fleisch, um gesund zu bleiben? Woher kommt die „Gier auf das Tier“?

Schon antike Philosophen haben über Tierethik nachgedacht. Ist ethischer Fleischkonsum möglich, und was wären die Bedingungen dafür?

Könnte Laborfleisch das Fleisch der Zukunft sein?

Die Gier des Menschen auf tierische Nahrungsmittel ist scheinbar nicht zu bremsen. Der Verzicht auf Fleisch liegt im Trend und vegane Restaurants und Supermärkte schießen aus dem Boden, dennoch sind die Deutschen Europas fleißigste Schweinefleischproduzenten. 85% der Deutschen essen fast täglich Fleisch. Und das, obwohl hinlänglich bekannt ist, dass hoher Fleischkonsum ungesund ist und Massentierhaltung schädlich für Umwelt und Klima. Zudem ist sie quälend und grausam für Tiere.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Hälfte der weltweit produzierten Ackerpflanzen an Nutztiere verfüttert wird. Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Antibiotika aber auch Zusätze wie Nitritpökelsalz können industriell produziertes Fleisch zu einer Gesundheitsgefahr machen.

In vielen Kulturen und Weltreligionen sind Regeln zum Umgang mit tierischen Nahrungsmitteln festgeschrieben und schon Philosophen im antiken Griechenland, wie Plutarch, haben sich über den ethischen Umgang mit Tieren Gedanken gemacht. Warum produzieren dann moderne, hochzivilisierte Gesellschaften Nahrungsmittel unter teils verbotenen, vielfach ekelerregenden und moralisch zweifelhaften Bedingungen?

Ist es denkbar und möglich, ethisch Fleisch zu konsumieren und was wären die Bedingungen dafür? Könnte in Zukunft der Burger aus dem Labor den globalen Hunger auf Fleisch stillen?

Darüber spricht Gert Scobel mit seinen Gästen.

7 Gedanken zu “TV-Tipp: scobel – Gier auf Tier, Gespräch, 60 Minuten | 2017.10.12, 21:00, Donnerstag, 3sat

  1. Danke für den Tipp, allerdings finde ich das Wort Gier sehr wertend.
    Menschen,welche Fleisch essen müssen nicht zwingend einen Gier danach haben.
    Gestern, in der Schule fragte mich ein Kind, ob Pflanzen leben, also Gedanken, Gefühle haben.
    Ich antwortete, womöglich ja, vielleicht findet sie es ja einmal als Wissenschaftlerin heraus.
    Für mich ist es ein Thema und eine Herausforderung, wie wir mit Nahrung allgemein und der Natur umgehen.

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    • Gerne. Gier, die: unmäßiges, maßloses Verlangen. Es ist richtig, dass es Fleischesser gibt, die maß- und respektvoll und mit bedacht Fleisch essen. Sozusagen von „oben“ die Masse betrachtend, scheint es eine Gier nach Fleisch zu geben. Angeheizt durch diejenigen, die daran verdienen. Es steht außer Frage, dass wir uns zu unserem Überleben ernähren müssen. Es kommt auf die Grenzen, Leitplanken an. Ausreichend, zweckmäßig und das Maß des Notwendigen nicht überschreitend wäre so eine Grenze für jegliche Nahrung (wir ersparten uns die Überproduktion von Lebensmitteln und die massenhafte Adipositas [https://www.nzz.ch/panorama/aktuelle-themen/weltweit-nimmt-uebergewicht-bei-kindern-und-jugendlichen-deutlich-zu-ld.1321055]).

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        • Das ist alles richtig. Nur relativiert die Gier nach Vielem nicht die einzelne Gier. Mein Thema dreht sich um „Tier“. Und ich möchte nicht, dass die einzelnen, berechtigten Themen gegeneinander ausgespielt werden. Da, wo die Themen Schnittmengen haben, gilt es gemeinsame Antworten zu suchen und zu finden.
          Es gilt intelligente Lösungen zur Ernährung der Weltbevölkerung zu finden. Diese Lösungen können auch jenseits dessen liegen, was wir uns heute vorstellen können.
          Unbestritten ist, dass wir 8 Milliarden oder mehr Menschen nicht ernähren können, wenn das Essverhalten der Wohlhabenden Vorbild ist.

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          • Das die Ernährung nicht ausreicht ist für mich eine Hypothese, wenn allein eine Stadt, wie Wien eine Million Brote pro Tag wegschmeißt.
            Also ich möchte mit meinen Kommentaren nichts gegeneinander ausspielen, falls sie den Impuls auslösten, so sei gesagt, dem ist nicht so.

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      • Da ist schwingt immer eine Gut und Böse Bewertung im Raum, wenn es um Nahrung geht, wie in der Politik ein Links oder Rechts, von diesem polarisierenden Denkschema sollte eine Gesellschaft wegkommen.
        Im Fussball macht es Sinn, es ist ein Spiel.
        In der täglichen Realität sollten wir schaun unser Leben sinnvoll zu Gestalten.
        Ja, die dicken Kinder kamen gerade im Radio.
        Wir sollten uns also mal auf die Waage stellen, heute ist Tag der Waage😉

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